heute2: VDZ-Chef Fürstner sieht ARD und ZDF online als "ordnungspolitische Monster".
30.07.10, 10:56h
Der Nächste bitte: Nach "FAZ"-Medienredakteur Michael Hanfeld übt VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner scharfe Kritik am Online-Engagement von ARD und ZDF. Im Interview mit dem "Tagesspiegel" warnt Fürstner vor der "öffentlich-rechtlichen Gratis-Presse" im Web als "ordnungspolitisches Monster". Sie mache es den Verlegern schwer, ihre Inhalte in gedruckter und digitaler Form zu finanzieren. Deshalb müsse das öffentlich-rechtliche "Gewissermaßen-Staatsfernsehen" daran gehindert werden, für die Presse "überlebensnotwendige Online-Angebote risikofrei, weil gebührenfinanziert, zu besetzen". Sollte es zu keiner Verständigung kommen, droht Fürstner, würden "am Ende die Gerichte entscheiden, wie Pressefreiheit gesichert werden kann". Die Ursache des Übels sieht Fürstner auch in der Politik: Denn während die Presse "immanente Staatsferne" übe, sei diese im öffentlich-rechtlichen Rundfunk "nicht hinreichend garantiert". Er werde den Eindruck nicht los, dass Radio und Fernsehen für die Politik "hochwillkommene Machtinstrumente" seien. Schützenhilfe erhält Fürstner von Medienrechtler Christoph Degenhart, der das ARD-Online-Gutachten des früheren Verfassungsrichters Hans-Jürgen Papier kritisiert. Papier habe "nicht überzeugend dargestellt, warum - wie bisher im Rundfunk - auch im Internet eine Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten nötig sein soll". Die Vorstellung, die Menschen bräuchten öffentlich-rechtliche Lotsen durch das Informationsangebot im Netz, sei mit dem Bild des Grundgesetzes vom mündigen Bürger nicht vereinbar.tagesspiegel.de (Fürstner), fr-online.de (Degenhart), zeit.de (Background)- Kampagne der Woche - präsentiert von Bauer Media KG Men & Entertainment -Hornbachs anrührender Web-Stummfilm: Die Baumarkt-Kette schaltet diesen Sonntag ihre neue Kampagne "In jeder Hütte steckt ein Heim" scharf. Im Zentrum steht ein zehnminütiger Kurzfilm mit teils poetischen Bildern, der ausschließlich im Web und in ausgewählten Kinos zu sehen sein wird. Die Kreativen der Berliner Agentur Heimat setzen für Hornbach auf Crossmedia total. Hinweis in eigener Sache: Die neue Rubrik "Kampagne der Woche" lesen Sie ab sofort immer freitags bei turi2.turi2.deweiter zu heute2: Bild, Focus, Pilawa. >>Kommentare