heute2: dapd darf anstelle von dpa Auswärtiges Amt beliefern.
22.05.12, 10:59h
Vergabe bestätigt: Die dapd darf ab Juni den Diplomatischen Dienst des Auswärtigen Amtes mit Nachrichten aus aller Welt versorgen und für die Lieferung in insgesamt acht Sprachen einen Betrag von rund 3 Mio Euro pro Jahr kassieren. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat eine Klage des Konkurrenten und jahrzehntelangen Etathalters dpa gegen die Bundesregierung abgewiesen und dem aggressiven Aufsteiger dapd einen Prestigegewinn beschert. Das Angebot der dapd sei weder Dumping noch würde eine US-Sicht aufs Weltgeschehen dominieren, weil dapd Meldungen der US-Agentur AP übersetzen lasse. Das Gericht stützt damit einen Beschluss der Vergabekammer des Bundes gegen den Einspruch von dpa. Eine mögliche bessere Qualität des dpa-Angebots wiege den Preisvorteil des Wettbewerbers nicht auf. dapd-Vorstandschef Martin Vorderwülbecke kommentiert die Entscheidung mit Genugtuung: "Das Urteil zeigt: Auch bei Nachrichtenagenturen darf der Wettbewerb der Ideen und Konzepte nicht mehr zum Schaden der Steuerzahler umgangen werden." Bis Ende 2010 belieferte dpa das Auswärtige Amt und kassierte dafür pro Jahr 3,5 Mio Euro, der Bundesrechnungshof rügte das Fehlen einer öffentlichen Ausschreibung. Als das Amt den Etat ausschrieb, belegte die dpa nur den dritten Rang.dwdl.de, meedia.de, wuv.de, turi2.de (Hintergrund)weiter zu heute2: Google, Jugendschutz, Urheberrecht. >>Kommentare